Wetterbesserung

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Juni 2021 - Klimatologische Auswertung (04.07.2021)

Klimatologische Übersicht Juni 2021 Der Juni zeigte nach der Kälte der ersten fünf Monate des Jahres einen sehr versöhnlichen Wettercharakter. Bei angenehmer Wärme mit Temperaturen zwischen 13 Grad nachts und 23 Grad tagsüber kam die Vegetation behutsam in Schwung. Die Schafskälte beendete den Frühsommer mit einer nächtlichen Tiefsttemperatur von 6,7 Grad am 14. Juni. Gestützt von hohem Luftdruck erholte sich die Temperatur wieder allmählig bei sonnenscheinreichem Wetter und gipfelte am 19.6. mit 31,3 Grad. Einzig die Niederschläge blieben bis dahin deutlich unter den Erwartungen (nur 10.8 l/m2). Ab 21.6. stellte sich jedoch eine schwache südliche Strömung ein, in welcher viele sogenannte MCS (mesoscale convective systems) eingelagert waren. Das sind Gewittercluster, die sich zu kleinen Wirbeln organisieren und kaum eine gute Wettervorhersage erlauben. Diese verursachten nun in Gornsdorf hauptsächlich niedrigere Temperaturen und noch einige Niederschläge. Somit konnten insgesamt "nur" 56.8 l/m2 bei einer Monatsmitteltemperatur von +1.7 Grad über dem langjährigen Mittel verbucht werden.

Mai 2021 - Klimatologische Auswertung

Klimatologische Übersicht Mai 2021 Der kühle Witterungsabschnitt, der mittlerweile seit Januar anhält, hat sich auch im Mai fortgesetzt. Auf einen sehr kalten Start des Monats, der allerdings keinen Frost mehr in Gornsdorf brachte, folgte für drei Tage Zufuhr von suptropischen Luftmassen aus dem Mittelmehrgebiet (10.5. +27,6 Grad). Ein heftiges Gewitter am 11. mit mehr als 36 l/m2 läutete eine dreitägige Dauerregenphase ein, in der mehr als 105 l/m2 zusammenkamen. Die Eisheiligen fielen aus. Damit wurde auch endgültig seit mehr als drei Jahren die Niederschlagsbilanz ins Positive gedreht. In frischer Meeresluft mit zahlreichen Schauern wurde bis zum Ende des Monats die 20-Grad-Schwelle nicht wieder überschritten. Für die Temperatur wurde der Negativrekord von 1996 (9,9 Grad) knapp verfehlt. Der Niederschlag jedoch überbietet mit 178,4 l/m2 knapp den Hochwasser-Mai von 2013 (178,0 l/m2). (Link zum Diagramm)

April 2021 - Klimatologische Auswertung

Klimatologische Übersicht April 2021 Im gesamten April dominierte mit Ausnahme von nur zwei Tagen (1. und 11.4.) die Zufuhr von kühlen bis deutlich zu kalten Luftmassen. Damit ist der April 2021 mit nur 4.3 Grand Mitteltemperatur der kälteste meiner Aufzeichnungsreihe. Die Ursache dafür ist die schwache atlantische Tiefdrucktätigkeit. Über lange Zeit existierte ein "Islandhoch" bzw. ein "Azorentief", so dass statt Westwinden eher Ost- oder Nordostwinde vorherrschten. Die nördlichen Komponenten der Winde führten zu Stauniederschlägen im Erzgebirge. Dadurch kam annähernd die normale Niederschlagsmenge zusammen und die Frühjahrstrockenheit blieb hier aus. Gut war auch, dass die Niederschläge an 10 Tagen als Schnee fielen (12 cm Schnee am 7.4.), so dass der Boden die Feuchtigkeit auch aufnehmen konnte. Mit insgesamt 17 Frosttagen wurde der alte Rekord (15) von 1997 geknackt. Die seit Januar andauernde kühle Witterungsphase setzte sich damit fort. (Link zum Diagramm)

März 2021 - Klimatologische Auswertung

Klimatologische Übersicht März 2021 Der Monat März startete mit überdurchschnittlichen Temperaturen und Sonnenschein, bevor sich eine kalte Periode einstellte, die bis zum 23. andauerte. Zunächst herrschten südöstliche Winde vor, die ab 11. März von atlantischer Tiefdrucktätigkeit abgelöst wurden. Trotz 18 Tagen mit Niederschlag wurden nur drei Viertel der mittleren Niederschlagsmenge erreicht. An immerhin zwölf Tagen bildete sich eine Schneedecke aus, die am 19.3. maximal 11 cm erreichte. Zu erwähnen ist noch ein Schneegewitter am 27.3. mit einer Spitzenbö von 56.3 km/h, ein Rekord in meiner noch kurzen Reihe der Windgeschwindigkeitsaufzeichnung. Gegen Ende des Monats stieg die Temperatur schließlich über die 20-Grad-Marke und drückte die vorherige negative Temperaturabweichung auf +/- Null. (Link zum Diagramm)

Februar 2021 - Klimatologische Auswertung (07.03.2021)

Klimatologische Übersicht Februar 2021 Der schwache stratosphärische Polarwirbel induzierte im Februar starke Temperaturanomalien über Europa und Amerika. Die krassen Gegensätze wurden daran deutlich, dass es dreimal vor allem in höheren Luftschichten starke Vorstöße von Saharastaub nach Norden gab, während am Boden sogar arktische Kaltluft mit Schneefall vorherrschte. Am 7.2. staunten viele, als der Schnee eine gelbliche Farbe hatte. Den zweiten Schub Saharastaub gab es am 23.2., wobei die Sonneneinstrahlung trotz wolkenlosem Himmel um 17% zurückging. Der dritte Vorstoß zum 28.2. zog sich bis in den März hinein.
Auch der Temperaturverlauf spiegelt diesen Wechsel der extremen Luftmassen wider. Nach westlichen Winden mit starken Niederschlägen zu Beginn des Monats bildete sich eine scharfe Luftmassengrenze über Mitteldeutschland. Das Erzgebirge geriet ab 6.2. auf die kalte Seite und eine Dauerfrostperiode bis zum 15.2. führte zu Temperaturen bis -20 Grad. Doch direkt im Anschluss stellte sich die typische Frühlingslage (Hoch über Rom) mit einer Gewalt ein, die alle negativen Temperaturabweichungen egalisieren sollte. Deutschlandweit fielen reihenweise Winter- und Februarrekorde der höchsten jemals gemessenen Temperaturen. In Gornsdorf wurden am 25.2. 18,2 Grad erreicht, was aber den alten Rekord vom 21.2.1998 (19,5 Grad) nicht einstellte. Insgesamt endete dieser turbulente Monat sehr nah an den Mittelwerten. (Link zum Diagramm)

Januar 2021 - Klimatologische Auswertung

Klimatologische Übersicht Januar 2021 Zur Überraschung setzte sich nach Silvester ein ungemütliches Winterwetter mit Temperaturen knapp unter 0 Grad, Dauernebel durch aufliegende Wolken sowie leichten Niederschlägen fest. Dabei bildete sich eine bis zu 36 cm hohe Schneedecke aus (16.1.). Mit Föhnunterstützung gab es nur eine warme Episode vom 19.-23.1., die aber rasch wieder durch Frostwetter von Nordwesten her abgelöst wurde. An 31 Tagen lag eine Schneedecke und an 23 Tagen fiel Niederschlag davon an 22 als Schnee, was einen neuen Januarrekord darstellt. Am 14.1. kam es sogar zu einem Schneegewitter. Die Niederschläge summieren sich auf 127,5 l/m2 und der Monat fiel mit -1,3 Grad um -0,7 Grad zu kalt aus. (In eigener Sache: Die Niederschläge im Diagramm stimmen mit den bestätigten Werten meiner Aufzeichnung nicht überein, weil eine Vergleichsmessung zeigte, dass die Heizung des elektrischen Niederschlagsmessers bei sehr geringen Niederschlägen wie zu Beginn des Monats offensichtlich einen Teil verdampft, bevor er erfasst wird. An einer Lösung wird gearbeitet., Link zum Diagramm)

Dezember 2020 - Klimatologische Auswertung

Klimatologische Übersicht Dezember 2020 Im Dezember 2020 dominierte erneut große Trockenheit. Mit nur 26,2 l/m2 wurde ein neuer 25-Jahresnegativrekord für den Dezember aufgestellt. Dabei setzte sich die Wetterlage vom November im Prinzip fort mit stetigen Südost- bis Ostlagen. Immerhin kam es zu zwei Kaltluftvorstößen von Nordwesten am Anfang des Monats und am 1. Weihnachtsfeiertag. Der letztere sorgte für die Ausbildung einer dünnen Schneedecke, die auf dem Andreasberg bis zum Jahreswechsel erhalten blieb. Dadurch wurde der Wärmeüberschuss der Vorweihnachtstage auf +1,7 Grad über dem Mittelwert abgebaut.(Link zum Diagramm)

November 2020 - Klimatologische Auswertung

Klimatologische Übersicht November 2020 Der vergangene November brachte einen neuen Rekord für den Luftdruck (1042 hPa, 5.11. 9:57 Uhr), welcher mit ausgeprägten Hochdruckgebieten über Ostmitteleuropa im Zusammenhang stand. Südöstliche bis östliche Winde mit sonnigen, zum Teil föhnigen Abschnitten beherrschten die Witterung. Folglich kamen mit 16,4 l/m2 nur 20% der mittleren Regenmenge zusammen. Trockenwarme und trockenkalte Luftmassen hinterlassen eine gemischte Temperaturbilanz mit +1,4 Grad über dem Mittelwert. Immerhin gab es 12 Frosttage (normal: 10), und an drei Tagen fiel fester Niederschlag, was aber noch nicht zur Ausbildung einer Schneedecke reichte.(Link zum Diagramm)

Oktober 2020 - Klimatologische Auswertung

Klimatologische Übersicht Oktomber 2020 Der vergangene Oktober startete warm und windig. Danach setzte eine niederschlagreiche Periode ein, die vom 14. und 16.10. mit knapp 85 l/m2 ihren Höhepunkt hatte (die 3. Vb-Wetterlage innerhalb von 5 Wochen) und von deutlich unterdurchschnittlichen Temperaturen begleitet war. Am 20.10. trat der erste Bodenfrost auf. Drei goldene Tage wurden schnell von einem grau-feuchten Witterungsschnitt mit Stauniederschlägen beendet. Mit 143,8 l/m2 wurde der alte Regenrekord von 2006 (140,5 l/m2) eingestellt. Damit konnte das große Niederschlagsdefizit weiter abgebaut werden. (Link zum Diagramm)

September 2020 - Klimatologische Auswertung

Klimatologische Übersicht September 2020 Im September 2020 kamen bis zum 24.9. nur 10 l/m2 Regen zusammen. Dank der starken Niederschläge der letzten Augusttage und der jahreszeitlich zurückgehenden Temperaturen setzte sich die extreme Trockenheit aber nicht fort. Da die Temperaturen über den Mittelwerten verharrten, waren ideale Bedingungen für Pilzsammler gegeben. Am 25. und 26.9. entwickelte sich erneuet ein Vb-artiges Tiefdruckgebilde, das 60 l/m2 brachte und somit die Regenmenge auf 77% des Normalwertes ansteigen ließ. (Link zum Diagramm)

August 2020 - Klimatologische Auswertung

Klimatologische Übersicht August 2020 Der August 2020 gestaltete sich in Gornsdorf warm mit häufigen konvektiven Niederschlägen (fünf Gewitter). Sah es noch bis 29.8. so aus, als würde sich die Trockenheit der Vormonate fortsetzen, erreichte die Region ein Vb-Tief vom 30. zum 31.8. mit 88 l/m2. Damit entspannte sich die Situation etwas. Nach den Fichten zeigten vor allem Buchen und Birken deutliche Trockenschäden.
Im Diagramm sehr gut zu erkennen ist der erste Herbststurm am 26.8. mit Windspitzen bis zu 45 km/h. (Link zum Diagramm)

Juli 2020 - Klimatologische Auswertung

Klimatologische Übersicht Juli 2020 Der Juli 2020 ist der trockenste Juli seit Beginn meiner Aufzeichnungen 1995. Trotz einer intensiven Westwindströmung kamen in Gornsdorf kaum Niederschläge zusammen, da die Tiefdruckgebiete zu weit nördlich vorbeizogen. Der Temperaturverlauf kann als typisch mitteleuropäich bezeichnet werden. Die Temperatur stieg nicht über 30°C. (Link zum Diagramm)